Grundschule Weidhausen

Bildungshaus-AGs

 

Mut zum Miteinander – Die Flexible Eingangsstufe bietet optimale Voraussetzungen für
die Zusammenarbeit mit Vorschulkindern.

Im Bildungshaus Weidhausen fanden im Schuljahr 2016/17 sechs verschiedene AGs statt, in denen Vorschulkinder in einer Gruppe zusammen mit den Erst- und Zweitklässlern aus den FleGS-Klassen lernten. Die Kinder wechselten nach 6 – 7 Wochen in die nächste AG und durchliefen im Laufe des Schuljahres alle sechs Arbeitsgemeinschaften.

Schüler aus den FleGS-Klassen sind daran gewöhnt, mit ihren Mitschülern auf unterschiedlichen Niveaus selbständig zu arbeiten. Einander helfen, sich gegenseitig unterstützen, gehört zum selbstverständlichen Alltag der Kinder. So fällt es leicht, die Neulinge aus den Vorschulgruppen der „Kleinen Welt“ und der „Oase“ zu integrieren. Die Vorschulkinder kommen neugierig und unbefangen in Begleitung ihrer Erzieherinnen in die Schule. In der Aula treffen sie sich jeden Mittwoch nach der 1. Pause mit den Kindern der FleGS-Klassen und finden sich in den AG-Gruppen zusammen: Die Naturgeister und Lebensforscher sind naturwissenschaftlich unterwegs, die Wirbelwinde haben Freude an Bewegung, die Fantasieriesen tauchen ein in die Welt der Geschichten, die Kreativmonster gestalten farbenfrohe Kunstwerke und die Dreiecksspringer lernen geometrische Begriffe und Gegebenheiten kennen und entspannen bei flotter Musik.

Nach der Arbeit in den sechs verschiedenen AGs verabschieden sich die Vorschulkinder wieder und gehen mit ihren Erzieherinnen in die Kitas zurück. In der Zwischenzeit haben sie ihre späteren Mitschüler kennengelernt, denn die aktuellen Erstklässler werden ja ihre starken „Bären“, wenn sie als „Tiger“ in die Schule kommen. Außerdem nahmen sie Kontakt zu ihren zukünftigen Klassen-, Fach- und Förderlehrerinnen auf, lernten schulische Rituale und Abläufe kennen und die Räumlichkeiten der Schule: Klassenzimmer, Fachräume wie Differenzierungsraum, Werkraum, Handarbeitsraum, Turnhalle, auch die Toiletten. Wenn sie eingeschult werden, sind sie nicht mehr fremd, sondern kommen in die Schule, die sie bereits jeden Mittwochvormittag besuchen und kennenlernen durften. Auf der anderen Seite kennen die Schul- und Klassenleitung, die Fach- und Förderlehrerin ihre Neulinge bereits. Sie wissen um deren Fähigkeiten in kognitiver, sozial-emotionaler und praktischer Hinsicht, können sie gut einschätzen und von Anfang an gezielt fördern. Für den Start ins Schulleben werden so optimale Voraussetzungen geschaffen.

Die Leitung der AGs liegt sowohl in Händen von Grundschullehrerinnen und einer Fachlehrerin als auch bei den Erzieherinnen der Kitas. Die Erziehungsberechtigten wurden vorab ausführlich informiert und stimmten alle der Kooperation schriftlich zu. Damit die Leitungen, die das Kind noch nicht so gut kennen, für etwaige Notfälle gerüstet sind, bekommt jedes Kind ein Namensschild von seiner Einrichtung, auf dem auf der Rückseite die Telefonnummer der Eltern sowie Besonderheiten, z.B. Allergien, vermerkt sind. Im Bedarfsfall kann so schnell und effektiv Hilfe geleistet werden.

In der Öffentlichkeit wird diese Zusammenarbeit von Schule und Kitas sehr positiv wahrgenommen. Die Eltern sind vom gleitenden Übergang von der Vorschulgruppe in die FleGS-Klassen begeistert. Für die Schulanfänger ist das „In-die-Schule-gehen“ sowieso selbstverständlich.

Judith Pechtold, Rektorin der Grundschule Weidhausen,
Schulamtsbezirk Coburg